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In der Rubrik "Ausgewählt" stellen Prominente ein Exponat vor, mit dem sie persönliche Erinnerungen verbinden.
 

Fahnder der Nation

Erste „Aktenzeichen XY ... ungelöst“ - Studiodekoration
im Haus der Geschichte

„Den Bildschirm zur Verbrechensbekämpfung nutzen, das ist Sinn dieser Sendereihe…“, eröffnete Eduard Zimmermann am 20. Oktober 1967 die erste Folge von „Aktenzeichen XY … ungelöst“. Strafverfolgungsbehörden lieferten seitdem ungelöste Fälle, die von der ZDF-Sendung nachgestellt und dann mit Hilfe von Zuschauerreaktionen gelöst werden konnten. Vor zehn Jahren gab der beliebte „Fernsehfahnder“ Eduard Zimmermann die Moderation ab – ungebremst geht „XY“ weiter auf Verbrecherjagd, inzwischen im vierzigsten Jahr.


mm Wie kamen Sie auf die Idee, eine Fahndungssendung zu konzipieren?
EZ Ich wurde im eigenen Haus Opfer eines windigen Vertreters. Dabei musste ich erleben, wie schwer der Polizei in einigen Fällen der Umgang mit ihren kriminellen Klienten fällt. Das hat mich dermaßen geärgert, dass ich beschloss, etwas dagegen zu tun. So entstand das Format „Vorsicht, Falle! Nepper, Schlepper, Bauernfänger“. Zu „Aktenzeichen XY … ungelöst“ war es dann nur noch ein kleiner Schritt. In 40 Sendejahren konnten wir mithelfen, dass 42 Prozent aller von uns gezeigten Verbrechen aufgeklärt wurden. Eine stolze Zahl, denn oft sind es die „hoffnungslosen“ Fälle, die bei „XY“ landen.
mm Beim Anblick der Studiodekoration von 1967 denken Sie zuerst an…
EZ ...einen positiven Gesamteindruck. Ich gehörte ja zu denen, die mit der damaligen Dekoration durchaus zufrieden waren. Die Mäkelei darüber wurde erst später Mode. Inzwischen hat die Deko Kultstatus erlangt.
mm Wie beurteilen Sie die Entwicklung der Kriminalität in den letzten 40 Jahren?
EZ Das Wachstum der Kriminalität seitdem und die zunehmende Gewalt sind beängstigend. Viele Bürger sind besorgt, denn in den letzten Jahren haben sich viele neue „Kunden“ bei uns niedergelassen.
mm Was können wir alle dafür tun, dass mehr Verbrechen aufgedeckt werden?
EZ Daran mangelt es eigentlich nicht so sehr. Die deutsche Polizei ist sehr tüchtig. Die Bürger können unserer Polizei aber insofern helfen, als dass sie mit offenen Augen durchs Leben gehen.


Eduard Zimmermann im ZDF-Studio in Wiesbaden 1975 (o.) und Schild mit „XY“-Logo, einem Teil der Original-Studiodekoration von 1967 (u.)










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