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Neuer Präsident der Stiftung Haus der Geschichte in Bonn

Staatsminister Bernd Neumann
gratuliert Hans Walter Hütter

Das Kuratorium der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland berief am 5. Juni 2007 den langjährigen stellvertretenden Direktor der Stiftung, Dr. Hans Walter Hütter, zum Präsidenten. Hütter, der bereits seit dem 1. Februar 2006 die Stiftung kommissarisch geleitet hatte, folgt damit Prof. Dr. Hermann Schäfer, der seit Februar 2006 als Abteilungsleiter beim Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien in Berlin tätig ist.

„Ich begrüße die Entscheidung des Kuratoriums, mit Hans Walter Hütter bekommt die Stiftung Haus der Geschichte eine souveräne und kompetente Persönlichkeit zum Präsidenten. Er kennt das Haus der Geschichte wie kein Zweiter“, gratulierte Kulturstaatsminister Bernd Neumann MdB.

1986 begann der jetzige Präsident als wissenschaftlicher Mitarbeiter seine Tätigkeit bei der Stiftung Haus der Geschichte in Bonn. Seit 1991 war er stellvertretender Direktor der Stiftung, die mit den Museen in Bonn und Leipzig sowie der Sammlung Industrielle Gestaltung in Berlin in ihren zeitgeschichtlichen Ausstellungen jährlich über eine Million Ausstellungsbesuche zählt. „Das Haus der Geschichte hat sich seit der Eröffnung 1994 national und international mit seiner konsequenten Besucherorientierung und seiner im besten Sinne populären Darstellung von Zeitgeschichte einen Namen gemacht. Daran will ich anknüpfen“, erklärt Hütter, der an der Universität Düsseldorf Geschichtswissenschaften, Klassische Philologie und Erziehungswissenschaften studierte und dort 1984 promovierte.

Das museumsmagazin sprach mit dem neuen Präsidenten über Objekte aus den Dauerausstellungen der Häuser in Bonn und Leipzig.

Hermann Schäfer übergab Hans Walter Hütter am 22. August 2007 die Ernennungsurkunde.

 

Zur Amtseinführung des neuen Stiftungspräsidenten Hans Walter Hütter am 4. September 2007 gratulierte Staatsminister Bernd Neumann MdB.

mm Sie wurden 1954 in Mönchengladbach geboren. Haben Sie in Ihrer Kindheit und Jugend auch Eissalons wie den in der Dauerausstellung in Bonn erlebt?
Hütter Ja, sicherlich. Ich erinnere sehr lebhaft ein Eiscafé im Zentrum meiner Heimatstadt, das wir nach dem Schulunterricht gerne besuchten – allerdings nur so lange, bis Kneipen interessanter wurden.
 
mm Was verbinden Sie mit dem Salonwagen der Bundeskanzler, den Sie in Bonn ausstellen?
Hütter Der Eisenbahnsalonwagen ist ein wichtiges Objekt, das die Kontinuität der Geschichte über unterschiedliche ideologische Systeme hinaus repräsentiert. Er ist ein gutes Beispiel dafür, dass es die „Stunde Null“ nicht gab. Der Einbau des Wagens in den Rohbau des neuen Museums war eine der ersten großen öffentlichkeitswirksamen Aktionen unseres Hauses in Bonn.
 
mm Wofür steht aus Ihrer Sicht der Adenauer-Mercedes 300?
Hütter Dieser erste Dienstmercedes von Bundeskanzler Konrad Adenauer ist ein Beweis für die technische Entwicklung in der noch jungen Bundesrepublik Deutschland. Dieses Dienstfahrzeug symbolisiert auch die Absicht des Bundeskanzlers, wieder in die Riege der international anerkannten Staaten integriert zu werden.
 
mm mm Welche Erfahrungen haben Sie bei der Bundeswehr gesammelt?
Hütter Dort habe ich vor allem gelernt, im Team zu arbeiten. Allein waren die gestellten Aufgaben nicht zu leisten. Darüber hinaus habe ich in dieser Zeit erste Erfahrungen gemacht, Menschen zu unterrichten und auch in kritischen Situationen zu führen.
 
mm Wie haben Sie vom Fall der Mauer in Berlin am 9. November 1989 erfahren?
Hütter Meine Frau und ich waren im Auto auf der Rückfahrt von einem abendlichen Termin, als wir die Meldung in den Nachrichten zum ersten Mal hörten. Zu Hause haben wir sofort alle Kommunikationsmöglichkeiten genutzt, um diese Meldung zu verifizieren. Zunächst waren wir ungläubig, dann haben wir uns gefreut.
 
mm Was empfinden Sie bei der Betrachtung der Überwachungsmonitore in der Dauerausstellung des Zeitgeschichtlichen Forums Leipzig?
Hütter Hierbei erinnere ich vor allem meine Grenzübertritte an der Grenze und von West nach Ost-Berlin. Das Gefühl vollständiger Kontrolle und Überwachung, Unsicherheit im Umgang mit den DDR-Grenzbeamten wird lebendig wie unmittelbar nach den Erlebnissen selbst.

 © 2008 Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

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