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Die Leipziger Gymnasiastinnen Delia Fuhrmann
und Johanna Strohmann haben beim diesjährigen
Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten mit ihrem
Thema „Jugend und Protest in der DDR“ den Preis
des Bundeslandes Sachsen gewonnen. Ihr Thema, das
im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig betreut wurde,
zeigt am Beispiel der Leipziger Beatdemo, wie
Jugendliche sich im Oktober 1965 dem Verbot von
Beatgruppen durch die SED widersetzten. Die Beatdemo
war die größte illegale Demonstration zwischen dem
Volksaufstand 1953 und der friedlichen Revolution 1989.
Von den rund 800 Teilnehmern wurden 279 verhaftet,
113 von ihnen kamen zur mehrwöchigen „Arbeitserziehung“
ins Braunkohlegebiet.
Das Zeitgeschichtliche Forum vermittelte Objektgeschichten
und Zeitzeugenkontakte. Mehrere Interviews, Hörbeispiele
sowie Material aus Stasi-Akten geben ein lebendiges Bild
von den Vorgängen des Jahres 1965, von den Anfängen der
Beat-Musik in der DDR bis zur „Kahlschlagpolitik“ des 11.
Plenums der SED und dem Verbot von 47 Gitarrengruppen.
Der Geschichtswettbewerb
des Bundespräsidenten will bei Kindern und Jugendlichen
das Interesse an der eigenen Geschichte wecken,
Selbständigkeit fördern und Verantwortungsbewusstsein
stärken. Über 5.000 Kinder und Jugendliche haben sich
an der Ausschreibung 2006/2007 „miteinander – gegeneinander?
Jung und Alt in der Geschichte“ beteiligt. In einem
zweistufigen Bewertungsverfahren ermitteln 23 regionale Jurys
bis zu 250 Landessieger in den Bundesländern. Eine Bundesjury
wählt dann aus allen Landessiegern die 50 Bundessieger aus.
Johanna von Münchhausen
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Delia Fuhrmann und Johanna Strohmann gewannen beim Geschichtswettbewerb.
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