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Eintritt in "Zutritt verboten"

Trinationales Austauschprogramm

Hinter dick gepanzerten Türen die Archive des Louvre in Paris erkunden? Den Restauratoren des Brüsseler Musée Royal de l'Armee et de l'Histoire über die Schulter schauen? An den Dauerausstellungen im Deutschen Museum in München oder dem Haus der Geschichte in Bonn mitarbeiten?

Stipendiatengruppe 2002 mit Programmverantwortlichen in der Wechselausstellung im Haus der Geschichte

Stipendiatengruppe 2002 mit Programmverantwortlichen in der Wechselausstellung im Haus der Geschichte

Dieses und vieles mehr wird zum Alltag für die Teilnehmer eines überwiegend vom Deutsch-Französischen Jugendwerk finanzierten Austauschs. Seit sieben Jahren bietet das Programm jährlich je zehn jungen Wissenschaftlern aus Belgien, Deutschland und Frankreich die Chance, das Museums- und Ausstellungswesen eines Nachbarlands aus eigener Anschauung näher kennen zu lernen. Die Organisation für Deutschland liegt bei dieser internationalen Kooperation in den Händen des Hauses der Geschichte.

Das Programm beginnt mit einem zweitägigen Einführungsseminar, auf das ein vierwöchiger Intensiv-Sprachkurs folgt. Je ein deutscher und ein französischsprachiger Stipendiat bilden ein "Tandem", das bei einer Gastfamilie wohnt. Während der ersten 14 Tage in Köln am Rhein heißt es "deutsch reden und leben", anschließend geht es in La Rochelle am Atlantik um die französische Sprache und Kultur. Gespräche und Diskussionen werden als "höchst interessant und aufschlussreich" eingeschätzt, um "die Museumslandschaft des eigenen Landes einmal von außen zu sehen." Unter anderem werde der Blick für Probleme und Tendenzen im Heimatland geschärft.

Während des zweimonatigen Arbeitsaufenthalts in einem Museum des Gastlands erlebt der wissenschaftliche Nachwuchs fremde Arbeitsweisen und Organisationsstrukturen hautnah und entwickelt Möglichkeiten einer grenzübergreifenden Zusammenarbeit. Darüber hinaus fördern persönliche Kontakte das Verständnis für und das Vertrauen in die Menschen unserer Nachbarländer. Alle Programmbeteiligten sehen den erfolgreichen Austausch als "eins der seltenen Angebote, berufliche Erfahrungen im Ausland zu sammeln, in einer Zeit, in der sich die innereuropäischen Grenzen öffnen, die Brücken aber noch zu bauen sind. Diese Erfahrung zeigt, wie stark die nationale Kultur an den Ländergrenzen endet. Die Museen brauchen grenzüberschreitende Vermittler."

Anmeldungen aus Deutschland bis zum 15. Dezember 2002 an die Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, Willy-Brandt-Allee 14, 53113 Bonn

> Nähere Informationen:
www.hdg.de unter: Internationale Kooperation / Austauschprogramme

Ursula Overath

 © 2008 Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

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