Wer am Tag des Herrn
rüttelt, fordert heiligen Zorn
heraus - und provoziert
ungewöhnliche Bündnisse
zur Abwehr solchen Frevels.
"Sonntag muss Sonntag
bleiben!" fordern Kirchen
und Gewerkschaften unisono,
wenn es um die Ausweitung
der Ladenschlusszeiten
geht. Sie treffen sich in der
Verteidigung des Ausnahmestatus,
den der siebte Tag
der Woche seit Jahrtausenden
genießt.
"Was - was ist? Ach so.
Heute ist Sonntag. Da kann
ich noch liegen. Mit den
Schultern kuscheln. Mich ans
Kopfkissen schmiegen - aus
alter Gewohnheit wacht man
sonntags immer so früh auf
wie wochentags - das kommt
vielleicht von dem Schimmer
da von den Jalousien - was
ist denn das für ein Geratter
und Gebraus? Na, jedenfalls
heute muß ich nicht raus."
Der Sonntagsausflug mit
dem eigenen Auto war in
den 1950er Jahren für den
überwiegenden Teil der
Bundesdeutschen keine
Selbstverständlichkeit.
Um so begieriger wurden
Mitbringsel gesammelt, die
solche Erlebnisse dokumentierten
und Freunden und
Bekannten mitunter neidvoll-anerkennende Blicke
abverlangten.