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Von der Antike bis in die
Gegenwart verließen
Menschen ihre Heimat, ihr Hab
und Gut. Die Fremde war für
sie Hoffnung und Neuanfang. Die
neue Wanderausstellung "Everybody
is a stranger somewhere"
zeigt, dass es in
Europa immer schon
Migrationsbewegungen gab, damals
wie heute.
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Menschen verlassen ihre Heimat aus unterschiedlichsten
Gründen. Hauptursachen sind Arbeitsmigration,
Krieg und Okkupation sowie Gewissensgründe.
Schlaglichtartig beleuchtet die Ausstellung unterschiedliche
Aspekte von der Antike bis zur Gegenwart. So erinnert die
Präsentation an die dänischen "Navers", die wie deutsche
Handwerksgesellen durch die Länder ziehen - ausgestattet
mit nachgewiesener Zugehörigkeit zur Naver-Gesellschaft
und Gesangbuch.
Oder an die
französischen Hugenotten, die sich im 17. Jahrhundert
als Glaubensflüchtlinge in ganz Europa
ansiedelten. Wie stark Krieg und Vertreibung die
Sicht auf den Nachbarn bis heute prägen, zeigen
Fotos griechischer Familien, die 1922 aus Smyrna,
dem heutigen Izmir, vertrieben wurden. Die Themen
machen aber ebenso deutlich, dass Europa seine Besonderheit
gerade seiner Vielfalt verdankt und dass
das "Fremde" von gestern heute schon oft zum Alltag
gehört. Wenn die Ausstellung dazu beiträgt, die Entstehung
von Feindbildern dem Besucher zu verdeutlichen
und die Achtsamkeit im Umgang miteinander zu
fördern, sind wir auf dem Weg zu Europa ein großes
Stück weiter.
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