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Ägyptische Altertümer, ein
Modell des Tempelbergs in Jerusalem und eine umfassende Geschichte der gedruckten
Bibel in den Niederlanden - das Bibelmuseum in
Amsterdam besitzt ein breites Spektrum. Präsentationen zu östlicher Ikonographie,
Chagalls Glasmalerei oder moderner
Fotografie mit religiöser Thematik ergänzen die Dauerausstellung.
Im Herzen von Amsterdam, an der Herengracht, liegt
das Bibelmuseum. Es wurde in zwei stattlichen Grachtenhäusern
aus dem Jahr 1662 eingerichtet. Ihr reich ausgestattetes
Inneres beherbergt eine Sammlung kunsthistorischer
und architektonischer Schätze. Eine der
Originalküchen aus dem so genannten "Goldenen Jahrhundert" ("Gouden
Eeuw"), gehört zu den besterhaltenen in den Niederlanden. Zwei
Säle weisen Deckengemälde des Amsterdamer Meisters Jacob de Wit aus den Jahren
1718 und 1750 auf. Die Gartenzimmer wurden um
1718 mit prächtigen Stuckarbeiten von Ignatius van Logteren verziert. Mit seinen
Wasserspielen, Pflanzen und Skulpturen bildet der große
Garten eine Oase der Ruhe in der geschäftigen Innenstadt.
Das Museum wurde 1852 gegründet, als der ehemalige Theologiestudent Leendert Schouten sein maßstabgetreues Modell des Tabernakels
- des tragbaren Heiligtums der Israeliten - der Öffentlichkeit präsentierte. Dies war der Grundstein für eine reichhaltige, vielseitige und außergewöhnliche
Sammlung, die noch heute den Kern des Museums bildet. Berühmt sind die Tempelmodelle, von denen das älteste aus dem Jahr 1725 stammt. Die kleine Sammlung ägyptischer
Altertümer überrascht durch ihre Qualität. Der neue, unlängst eröffnete Bibelsaal, präsentiert eine umfassende Geschichte der gedruckten Bibel in den Niederlanden seit dem
späten Mittelalter mit nahezu tausend Bibeln. Rund um das einzigartige Modell des Tempelbergs, den Haram-al-Sharif in Jerusalem, von
1879 ist eine feste Ausstellung gruppiert, welche die Bedeutung dieses Ortes für das Judentum, Christentum und den Islam erläutert.
Diese drei Glaubensrichtungen werden im so genannten "Geschichtenspeicher" ("verhalenzolder") durch ein besonderes Theatererlebnis
Kindern zwischen sechs und zwölf Jahren vermittelt.
Neben der Dauerausstellung werden auch Wechselausstellungen gezeigt. Beispielsweise präsentierte das Museum die viel diskutierte Fotoausstellung "INRI" der zeitgenössischen
französischen Fotografin Bettina Rheims zur biblischen Heilsgeschichte sowie die Entstehung von Marc Chagalls Glasmalereifenster für
die Hadassah-Synagoge in Jerusalem. In regelmäßigen Abständen zeigt das Museum Ikonenausstellungen, zuletzt frühe byzantinische Ikonen
aus Griechenland. Das Bibelmuseum ist Mitglied von "Euroclio", dem Verband der europäischen Geschichtsmuseen. In diesem Rahmen
wirkte es an der Ausstellung "Everybody is a stranger somewhere" mit, die Ende 2003 im Bonner Haus der Geschichte erstmalig gezeigt
wurde. Diese Wanderausstellung ist noch bis zum 20. Februar 2005 in Amsterdam zu sehen.
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Informationen:
Anschrift:
Bijbels Museum
De Cromhouthuizen
Herengracht 366 - 368
Postbus 3606
1001 AK Amsterdam
Wechselausstellungen:
"Everybody is a stranger
somewhere",
bis 20. Februar 2005
"Die Bibel heute", eine
Multimediapräsentation,
ab 16. Dezember 2004
Öffnungszeiten:
Mo-Sa 10-17 Uhr
So und Feiertag 11-17 Uhr
Telefon:
+3120/624 24 36
Internet:
www.bijbelsmuseum.nl
E-mail:
info@bijbelsmuseum.nl
Anfahrt:
Vom Hauptbahnhof mit der
Straßenbahnlinie
1, 2 und 5 (Haltestelle
"Spui") |
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