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 "Niemand ist frei von der
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 Immer wieder sonntags um
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Immer wieder sonntags um 18:50 Uhr

Die "Lindenstraße" wird zwanzig

Am 8. Dezember 2005 feiert die "Lindenstraße" ihr 20-jähriges Jubiläum. Die erste deutsche Seifenoper ist inzwischen ein Dauerbrenner, der seit der Erstausstrahlung 1985 wöchentlich durchschnittlich 4,7 Millionen Zuschauer und einen Marktanteil von 20 Prozent erreicht.

Niemand hatte im Dezember 1985 mit dem phänomenalen Erfolg der Serie gerechnet, die in einer erfundenen Straße in München spielt. Inzwischen wurde am 30. Januar 2005 bereits die tausendste Folge ausgestrahlt. Der aktuelle "Lindenstraßen"-Vertrag mit der ARD läuft noch bis zum Jahr 2008. Damit sind mindestens noch 219 Folgen zu erwarten. Längst sind das Hausmeisterehepaar Else und Egon Kling, Familie Beimer oder Dr. Dressler in der ganzen Republik bekannt. Heute spielen noch mehr als ein Dutzend Schauspieler in der Serie mit, die schon 1985 dabei waren. Die Zuschauer betrachten die Akteure mittlerweile fast als Familienmitglieder, deren Werdegang aus dem ganz "normalen" Leben gegriffen scheint und den sie aufmerksam verfolgen. Zusätzlich werden immer wieder neue Gesichter und Geschichten eingeführt. Neben den für eine Fernsehserie typischen Inhalten wie Liebe, Hass und Intrigen werden auch aktuelle Themen aus Politik, Gesellschaft und Umwelt verarbeitet.

Hinter den Kulissen: Fassaden auf dem WDR-Gelände Köln-Bocklemünd

 

Kompromisslos und uneinsichtig: Rudolf Heß’ Instruktionen an seine Zeugen

2001 wurde Erfinder, Chefautor und Produzent Hans W. Geißendörfer für seine Arbeit mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet. In der Begründung hieß es, die Lindenstraße sei "ein Klassiker und zudem ein permanenter Spiegel der bundesrepublikanischen Realität, wie es keinen zweiten mehr geben wird, seit die Bilder laufen lernten". Inzwischen ist die Dauerserie längst zu einem deutschen Kulturgut geworden. Bereits im Jahr 2000 bemühte sich das Haus der Geschichte um museale Objekte, die die Anfänge der Kultserie dokumentieren.

Familie Beimer

Anlässlich der Objektübergabe fand im August 2000 eine Foyerpräsentation statt. Damals sorgten unter anderem die Originalküche von Else Kling, Teile des ehemaligen "Behandlungszimmers" von Dr. Dressler und das Porträt "Tanja Schildknecht" des Serienmalers Franz Schildknecht für authentisches "Lindenstraßen"- Ambiente. Zur Eröffnung kamen Produzent Hans W. Geißendörfer, WDR-Fernsehfilmchef Gebhard Henke sowie die Schauspieler Annemarie Wendl, Sibylle Waury und Ludwig Haas in das Museum für Zeitgeschichte.

Familie Beimer

Die Mediengeschichte ist ein wichtiger Teil der deutschen Zeitgeschichte. Kultserien gehören zu unserem kulturellen Gedächtnis. Daher übernahm das Haus der Geschichte ausgewählte Objekte der ersten deutschen "Seifenoper" in seine Sammlungen. Dazu gehören ein frühes Holzmodell der Häuserzeile in der "Lindenstraße" und ein Drehbuch der ersten Folge "Herzlich willkommen". Allen Interessierten bietet das Haus der Geschichte die Möglichkeit, dem Phänomen "Lindenstraße" im Internet auf die Spur zu kommen.

Annabelle Petschow

Dr. Dressler und Else Kling

 © 2008 Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

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