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Im Mai 2004 konnte das Haus der Geschichte
Teile des Nachlasses von Susanne Erichsen
(1925-2002), der ersten Miss Germany der
Bundesrepublik, erwerben. Das umfangreiche
Material dieses Nachlasses gibt einen spannenden
Einblick in das facettenreiche Leben
des deutschen "Fräuleinwunders".
In Erichsens Leben spiegelt sich die deutsche
Geschichte des 20. Jahrhunderts wider.
Als junges Mädchen legte sie im Berlin der
1930er und 1940er Jahre ihr Abitur ab. Nach
Ende des Zweiten Weltkriegs nimmt die politische
Realität dann direkten Einfluss auf ihr Leben.
Am 15. Juni 1945, dem Tag ihrer Hochzeit
mit dem Norweger Sven Erichsen, geriet
sie in russische Internierung und musste zwei
Jahre lang in der Nähe von Moskau Zwangsarbeit
leisten.
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Die erste "Miss Germany":
Susanne Erichsen bei der
Preisverleihung 1950
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Im Hinblick darauf erhält ihre anschließende Karriere fast märchenhaften Charakter.
Denn zurück in Deutschland wird sie von einer Fotografin entdeckt und arbeitet in den folgenden
Jahren als Fotomodell. Die weiteren Etappen ihres beruflichen Aufstiegs lassen sich anhand der von
Susanne Erichsen selbst gesammelten Zeitungsartikel minutiös nachvollziehen: Wahl zur "Miss
Schleswig-Holstein" im Frühsommer 1950, zur "Miss Germany" im September 1950 und
daran anschließend ihre Karriere in den Vereinigten Staaten als "Botschafterin der
Mode", wo sie den Begriff des deutschen "Fräuleinwunders" mitprägte. Am 30.
Dezember 2005 wäre sie 80 Jahre alt geworden.
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