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Archiv |
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Zeitgeschichtliches Forum Leipzig |
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Grundelemente demokratischen Verhaltens
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Symposion zum europäischen Geschichtsbewusstsein
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Am 9. Oktober 2005, dem 16. Jahrestag der
Leipziger Montagsdemonstration, diskutierte
ein hochkarätiges Podium die Frage nach einem
europäischen Geschichtsbewusstsein.
Einführend umriss der Präsident der Stiftung Haus der Geschichte, Hermann Schäfer, geschichtspolitische Leitlinien der gegenwärtigen Diskussion in Europa. Dabei betonte er, dass es nicht das Ziel sein könne, zu einem einheitlichen europäischen Geschichtsbild zu gelangen, sondern dass sich die Europäer jeweils mit den Augen ihrer Nachbarn sehen und gleichzeitig den Blick auf diese richten sollten.
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Peter Steinbach von der Universität Karlsruhe
führte aus, dass Widerstand und Opposition
zu den Kernelementen eines europäischen
Geschichtsbildes und der internationalen Menschenrechtsdebatte
gehören würden, dass
widerständiges Verhalten jedoch nicht nur
das 20. Jahrhundert umfasse, sondern seine
Wurzeln bereits in der Antike habe. Dem konnten
die anderen Experten unter der Leitung
von Ulrich Bopp, dem Vorstand der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" in
Berlin, grundsätzlich zustimmen.
Als Fazit der Diskussion bleibt, dass der
antikommunistische Widerstand noch immer
zu gering im Bewusstsein der Deutschen verankert
ist. Widerstand und Zivilcourage sind
Grundelemente demokratischen Verhaltens
und werden als solche auch ihren Platz im
europäischen Geschichtsbild finden.
Rainer Eckert
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