Sitemap Kontakt Impressum

 Inhalt

Übersicht  
Titel  
Ausstellungen     
 Zug um Zug
 Römerstadt unter dem  Regierungsviertel
 Geschichte im Original
Infothek  
Ausgewählt  
Brennpunkt  
Zeitgeschichtliches Forum Leipzig  
Berlin        
                       
Karikatur                       
Editorial                      
Archiv                
Termine 4/2006                
Impressum 4/2006                
                       
                                        
 aktuelle Ausgabe                  

 Haus der Geschichte, Bonn

 Zeitgeschichtliches Forum
 Leipzig

Archiv

Ausstellungen

 

Geschichte im Original

Neue Ausstellungen in Bonn

Im Palais Schaumburg und im Bundesratsgebäude zeigen neue Ausstellungen des Hauses der Geschichte die Entwicklung wichtiger Institutionen der deutschen Demokratie.

400 Exponate spiegeln im Palais Schaumburg ein Stück bundesrepublikanische Geschichte wider. Zu sehen sind Fotos und Dokumente, aber auch Privates wie eine signierte Pralinenschachtel von Nikita Chrustschow oder Zigarrenspitzen von Ludwig Erhard.

Das Palais Schaumburg schaut zurück auf eine wechselvolle Geschichte, bevor Konrad Adenauer es am 5. November 1949 zu seinem Dienstsitz erklärte. Gebaut 1860 als repräsentative Villa des Textilkaufmanns Wilhelm Loeschigk, fiel das Gebäude in den Besitz des Prinzen Adolf zu Schaumburg-Lippe und seiner Frau, deren Namen es noch heute trägt. Nach dem Tod des Prinzen heiratete seine Frau erneut. Doch ihr neuer Mann brachte schnell ihr gesamtes Vermögen durch, so dass das Palais versteigert werden musste. Ab 1939 war es Sitz militärischer Dienststellen, von 1945 bis 1949 nutzten britische und belgische Soldaten das Gebäude.

Bei der Eröffnung des Informationszentrum Föderalismus im ehemaligen Bundesratsgebäude: Bundesratspräsident Peter Harry Carstensen (M.), S.E. der Präsident des Hohen Rates der Regionen der Republik Mali, Oumarou Ag Mohamed Ibrahim (l.), und Hans Walter Hütter (r.).

Bis 1976 arbeiteten Adenauers Nachfolger in der Villa. Dann zog Helmut Schmidt um in einen dunklen Neubau, dem er den "Charme einer Sparkasse" bescheinigte.

Gleich nebenan befindet sich das 1920 erbaute Bundesratsgebäude. Eigentlich vom Architekten Martin Witte als Pädagogische Akademie entworfen, diente das Haus ab September 1948 als Tagungsort des Parlamentarischen Rates. Am 23. Mai 1949 wurde hier feierlich das mit 53 gegen 12 Stimmen beschlossene Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland verkündet. Nach Um- und Ausbauarbeiten fungierte das als "Bundeshaus Bonn" bekannt gewordene Gebäude als Sitz von Bundesrat und Bundestag. Am 7. September 1949 trat der Bundesrat im neu errichteten Nordflügel zu seiner ersten Sitzung zusammen.

Die Ausstellung erläutert mit Fotos, Dokumenten und Filmen die Geschichte des Bundesrates und zeigt die Entwicklung des Föderalismus in Deutschland. Der Besucher erhält so einen umfassenden Überblick über die Funktion und den Aufbau unserer bundesstaatlichen Ordnung. Besuchergruppen haben außerdem die Möglichkeit, den historischen Tagungssaal des Bundesrats zu sehen, in dem das Grundgesetz verkündet wurde.

Meike Rosenplänter

 

Zur Eröffnung im Palais Schaumburg kamen die Adenauer-Enkel Konrad Adenauer (l.) und Irene Dieckmann-Adenauer (2. v. r.). Hinter dem Schreibtisch ihres Großvaters stehen sie zusammen mit Bernd Neumann, Staatsminister für Kultur und Medien (r.), und Hans Walter Hütter (2. v. l.).

 © 2008 Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

zum Seitenanfang