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Alltagskultur und Design in der DDR

Bestandsaufnahme in der Sammlung industrielle Gestaltung

Die Sammlung industrielle Gestaltung ging auf Initiative der damaligen Bundesbeauftragten für Kultur und Medien, Christina Weiss, zum Juli 2005 an die Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland über. Das kulturhistorisch orientierte Designmuseum dokumentiert die Geschichte der Produkt- und Alltagskultur der SBZ/DDR. Seit 1993 ist es auf dem Gelände der Kulturbrauerei Prenzlauer Berg ansässig, wo es 1994 eröffnet wurde.

Hervorgegangen ist die Einrichtung aus dem "Institut für industrielle Gestaltung", das 1950 von dem niederländischen Architekten Mart Stam gegründet worden war. Die Bestände der Sammlung - Produkte, Entwürfe, Modelle, Plakate, Fotografien und Archivalien - wurden bislang in thematischen Wechselausstellungen gezeigt. Die Palette der Produkte reicht von Glas, Keramik, Plaste-Erzeugnissen über Spielzeug, Haushaltsgeräte oder Feinmechanik bis hin zu Möbeln, Arbeitsgeräten und Fahrzeugen. Bestandteil der Institution sind zudem eine Bibliothek mit Fotothek und Archiv.

Das Plakat zu einer Ausstellung im Pergamonmuseum von 1953 gehört heute zur Sammlung industrielle Gestaltung.

Nachdem in einer ersten Arbeitsphase mit Unterstützung des langjährigen ehemaligen Leiters der Sammlung, Hein Köster, der Umzug in ein neues Depot organisiert werden konnte, ist das vorrangige Ziel der Stiftung nunmehr, den umfangreichen Bestand zu sichten, zu dokumentieren und die Einrichtung des neuen Depots voranzutreiben. Seit Mitte Oktober 2006 arbeitet ein Registrar der Stiftung Haus der Geschichte in Berlin. Er erhält durch eine weitere Mitarbeiterin im Bereich der Objektdokumentation Unterstützung. Mit der Übernahme des Berliner Designmuseums erhält das Haus der Geschichte Gelegenheit, die Vermittlung der Geschichte der DDR in Bonn und Leipzig um den Aspekt der Produkt- und Alltagskultur zu ergänzen. Sie beinhaltet damit die Chance, ein Thema wissenschaftlich fundiert aufzubereiten, das in der jüngsten Vergangenheit oftmals durch "ostalgische" Verklärung Aufmerksamkeit erregt hat.

Stephanie Jakobs

Sammlung industrielle Gestaltung
Kulturbrauerei
Knaackstraße 97
10435 Berlin

 © 2008 Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

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