Das Haus der Geschichte widmet sich in den
kommenden Monaten einem Phänomen, das
ebenso faszinierend wie widersprüchlich ist:
Am 11. Dezember 2007 eröffnen wir in Bonn
die Ausstellung „Skandale in Deutschland nach
1945“. 20 Fallbeispiele aus Politik, Wirtschaft,
Sport oder Kultur erinnern an die Ereignisse,
beleuchten das gesellschaftliche Wertesystem
und verfolgen Wandlungsprozesse in der
politischen
Kultur.
Die Ausstellung stellt die
Geschichte der Bundesrepublik
Deutschland aus einer
ungewöhnlichen Perspektive
dar - mit Blick auf die
Unvollkommenheiten der
Gesellschaft, auf ihre
Defekte, Machtkämpfe und
Intrigen. Der Gang durch die
Ausstellung zeigt die
Lernfähigkeit und Korrekturmöglichkeiten
einer Demokratie,
aber auch die
Schwierigkeiten, die allgemein
geltenden politischen
und moralischen Normen
umfassend durchzusetzen.
Nach dem „Sommermärchen“ fand auch
das „Wintermärchen“ seinen Weg ins Museum.
Umringt von Kameras und Fans übergab
Handball-Nationaltrainer
Heiner Brand dem
Haus der Geschichte persönlich Objekte zur
Handball-WM 2007, darunter
seine Goldmedaille,
einen Handball mit den Unterschriften
aller Spieler sowie sein
Trikot von der Handball-WM
1978, als die Bundesrepublik
Deutschland mit ihm als Spieler
den Weltmeisterschaftstitel gewann.
In den Jahren 1980/81 produzierte
die Münchner Bavaria
Film GmbH den Film „Das
Boot“ nach einem Roman von
Lothar-Günther Buchheim.
Die künstlerischen Leistungen,
die strapaziösen Dreharbeiten
und die im Rahmen eines
Spielfilms „realistische“ Darstellung
an Bord eines deutschen
U-Boots im Zweiten Weltkrieg
haben den Film zur Legende
gemacht. Eine Ausstellung
im Haus der Geschichte dokumentiert
die Entstehungsgeschichte
des Films und informiert über die
historischen Hintergründe des
U-Boot-Krieges.