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Der Regierungsbunker

Neue Publikation vorgestellt

Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland (Hrsg.): Der Regierungsbunker, Ernst Wasmuth Verlag, Berlin, Tübingen, 116 S., 39 €

Der Regierungsbunker bei Marienthal an der Ahr, der in einem Atomkrieg Parlament und Regierung 30 Tage lang beherbergt hätte, war eines der am besten gehüteten Geheimnisse der Bundesrepublik Deutschland. Florian Mausbach, der Präsident des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung und Prof. Dr. Hans Walter Hütter, Präsident der Stiftung Haus der Geschichte, stellten am 25. September 2007 eine gemeinsame Publikation zum Regierungsbunker vor. Umfangreiches Bildmaterial sowie Beiträge aus historischer, militärischer, geheimdienstlicher und baugeschichtlicher Perspektive geben erstmals Einblicke in die Geschichte dieses Baus.

Nach Wiederbewaffnung und Integration der Bundesrepublik Deutschland in die NATO ließ die Bundesregierung von 1960 bis 1972 ein Bollwerk gegen einen möglichen Atomschlag errichten - nur einige Helikopterminuten südlich von Bonn, versteckt in einem Tunnelsystem unterhalb des Rotweinwanderweges im Ahrtal. Die Arbeiten der Bundesbaudirektion, Vorgängerin des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung, erfolgten streng geheim.

Mit dem Ende des Kalten Krieges verlor der „Ausweichsitz der Verfassungsorgane des Bundes“ seine Existenzberechtigung, ohne dass er je seine schützende Aufgabe hatte erfüllen müssen. Alljährlich diente er noch als Kulisse der „Wintex-Übungen“ im Rahmen der NATO-Manöver, bis 1997 die endgültige Aufgabe des Bunkers beschlossen wurde. Erhalten blieb ein 200 Meter langes Teilstück der Tunnelröhre, das mit dem Original-Inventar eindrucksvoll die Geschichte des Regierungsbunkers dokumentiert.

 © 2008 Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

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