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mm Auf dem Höhepunkt der Proteste gegen den NATO-Doppelbeschluss
wurde Ihr Titel „Ein bißchen Frieden“ 1982 politisch interpretiert. Entsprach
das Ihrer Intention?
Nicole Ich habe mit dem Lied meinen Ängsten vor dem Ungewissen
Ausdruck verliehen und das angesprochen, was viele Menschen in dieser Zeit beschäftigte.
mm Schlager bringen Sehnsüchte zum Ausdruck oder reagieren auf Themen, die die
Gesellschaft bewegen. Welche Funktion erfüllen Schlager aus Ihrer Sicht?
Nicole Je nach textlichem Inhalt können sie uns einfach unterhalten, aber auch trösten
oder zum Nachdenken anregen. Menschen identifizieren sich mit dem Künstler oder den Themen, die in den Liedern
angesprochen werden. Außerdem kann Musik auch oftmals Therapie sein.
mm Der Sieg beim Grand Prix Eurovision de la Chanson stellte den Startschuss für Ihre
große Karriere dar. Wie haben Sie sich nach 1982 im Schlagergeschäft weiterentwickelt?
Nicole Hier möchte ich mich mit einem kleinen Textauszug einer meiner selbstgeschriebenen
Titel selbst zitieren: „... ich musst’ mich nie verbiegen zu keiner Zeit, und Hand auf´s Herz, ich hätt´s auch nie
getan...“.
mm Der Grand Prix Eurovision de la Chanson hat sich ebenfalls entwickelt – zum
Eurovision Song Contest. Wie beurteilen Sie die Veränderungen?
Nicole Kurz gesagt: Qualität geht zu Lasten der Quote. Die Show rückt immer mehr in
den Vordergrund. „Da lob´ ich mir ein Stück Musik von Hand gemacht“, wie Reinhard Mey singt.
Interview: Ulrike Zander
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Sängerin Nicole alias Nicole Seibert, hier mit Hans Walter Hütter in der Wechselausstellung „Melodien für
Millionen“ im Haus der Geschichte in Bonn, gehört zu den bekanntesten deutschsprachigen Schlagerstars.
Sie gewann bereits 17 Mal die ZDF-Hitparade und 1982 als bisher einzige deutsche Vertreterin den Grand Prix Eurovision
de la Chanson mit dem Lied „Ein bißchen Frieden“.
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Mit weißer Gitarre und Tupfenkleid sang sie sich zum Sieg: Nicole auf dem Plattencover von 1982, zu sehen in der Wechselausstellung
„Melodien für Millionen“.
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