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Grußwort
Editorial
Grün kann die Farbe der Hoffnung, des Islam oder einer Partei sein. Ein Vorhängeschloss wird zum Zeichen der Liebe, wenn es an der Hohenzollernbrücke in Köln hängt. Sind Jeans (noch) eine Einstellung oder nur Hosen? Die neue Wechselausstellung „Zeichen. Sprache ohne Worte“ im Haus der Geschichte geht den Zeichen, ihren unterschiedlichen Botschaften und Deutungsmöglichkeiten auf den Grund, im Alltag, in Kultur, Politik und Wirtschaft.
Zeitgeschichte erfahrbar zu machen, ist von Beginn an Leitmotiv der Stiftungsarbeit gewesen. Am 23. Mai 2011 eröffnete Bundespräsident Christian Wulff die neue Dauerausstellung „Unsere Geschichte. Deutschland seit 1945“. Sie präsentiert sich den Besuchern konzentrierter, globaler und zugleich mit individuellen Perspektiven auf die politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen. Damit trifft sie auf großen Zuspruch: seitens der Medien, die die Ausstellung ausnahmslos positiv bewerten, und der Besucher. Um Zahlen sprechen zu lassen: In den ersten fünf Monaten nach der Wiedereröffnung konnten wir bereits über eine viertel Million Besuche zählen. Anfang 2012 erwarten wir den zehnmillionsten Besucher in der Dauerausstellung.
Im „Tränenpalast“, der ehemaligen Grenzabfertigungshalle am Bahnhof Friedrichstraße in Berlin, eröffneten Bundeskanzlerin Angela Merkel und Kulturstaatsminister Bernd Neumann am 14. September 2011 die Dauerausstellung „GrenzErfahrungen“. Die Ausstellung an diesem denkmalgeschützten, authentischen Ort vermittelt vor allem die Folgen der deutschen Teilung im Alltag der Menschen vom Bau der Mauer 1961 bis zu deren Fall 1989. Das mediale Interesse am „Tränenpalast“ ist anhaltend groß: Allein die Berichterstattung in den Tageszeitungen erreichte 13 Millionen Leser, hinzu kamen 17 Millionen Fernsehzuschauer und 25 Millionen Radiohörer. Online lasen knapp 43 Millionen Nutzer die zahlreichen Artikel über den „Tränenpalast“. Auch das Interesse der Öffentlichkeit überstieg unsere kühnsten Erwartungen: Voraussichtlich Mitte Dezember können wir bereits den 100.000. Gast begrüßen.
45 Orte der Repression stellt das gleichnamige neue Internetportal vor. Mitte November wurde es im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig mit der Kuratoriumsvorsitzenden Ingeborg Berggreen-Merkel und Bürgerrechtlerin Freya Klier vorgestellt und freigeschaltet. Das Portal www.orte-der-repression.de bietet – erstmalig im Internet – einen Überblick über die Gedenkstätten und Erinnerungsorte, die zur Aufarbeitung der SED-Diktatur beitragen. Die fundierte Darstellung wird ortsunabhängig und kostenlos bereitgestellt und leistet auf diese Weise einen innovativen Beitrag zur historisch-politischen Bildungsarbeit.
All dies konnten wir nur leisten, weil die Kolleginnen und Kollegen der Stiftung in Bonn, Leipzig und Berlin eng zusammenarbeiteten und sich mit sehr hohem Einsatz und herausragender Kreativität engagierten. Die Gremien der Stiftung haben uns in allen Projekten konstruktiv unterstützt. Überzeugen Sie sich selbst von den Ergebnissen! Wir laden Sie herzlich ein.
Dr. Hans Walter Hütter
Präsident und Professor


Stiftungspräsident Hans Walter Hütter (re.) und Ausstellungsdirektor Jürgen Reiche in der neuen Dauerausstellung in Bonn