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Infothek Berlin

Das rege Interesse an der Ausstellung „GrenzErfahrungen – Alltag der deutschen Teilung“ im „Tränenpalast“ setzte sich auch während der ersten Teilnahme des Hauses an der „Langen Nacht der Museen“ in Berlin fort. Rund 2.250 Besucher nutzten dieses besondere Angebot am 28. Januar 2012, bei dem die Ausstellung bis 2 Uhr früh geöffnet blieb. 70 Museen konnten in dieser Nacht auf sechs verschiedenen Routen mit Shuttlebussen angefahren werden. Dem „Tränenpalast“ galt hierbei besondere Aufmerksamkeit, da er ein prominenter Neuling unter den teilnehmenden Häusern ist. Radio Eins, ein Programm des Rundfunks Berlin-Brandenburg, sendete per Live-Übertragung aus dem Museum. Die Besucher konnten ihre Fragen an die „Flying Guides“ des Hauses richten und an einer der öffentlichen Begleitungen teilnehmen ? und ihnen gefiel, was sie sahen: „Die Ausstellung finde ich sehr interessant, da man alles noch einmal visuell erleben kann“, so eine Berliner Besucherin. Zugleich zeigte sich auch, wie viele Emotionen der authentische Ort „Tränenpalast“ in den Menschen hervorruft: „Wie schon einige Male zuvor, so haben auch heute zwei Besucher während meiner Begleitung angefangen zu weinen“, berichtete Gruppenbegleiterin Kristin Kallweit.

Nur drei Monate nach Eröffnung der Dauerausstellung „GrenzErfahrungen – Alltag der deutschen Teilung“ konnte am 15. Dezember 2011 der 100.000. Besucher im „Tränenpalast“ begrüßt werden: Heidemarie Zeitz (M.) aus Bad Homburg, die vor fast 50 Jahren zum ersten Mal in Ost-Berlin war. „1963 war ich mit meiner Abiturklasse hier im Ostteil der Stadt und erinnere mich noch gut an das bedrückende Gefühl.“ Zeitz besuchte die Ausstellung zusammen mit ihren drei Freundinnen, die sich noch lebhaft an den Grenzübertritt im „Tränenpalast“ erinnern können: „Mit klopfenden Herzen und zitternden Händen standen wir hier und wussten nicht, was mit uns passieren würde. Die Unsicherheit war das Schlimmste.“ Die Ausstellung gefällt den vier geschichts-interessierten Besucherinnen sehr gut. „Sie macht aber auch traurig – wegen der schrecklichen Dinge, die hier passiert sind.“