|
„Stimmt nicht!“ Diese handschriftliche Notiz vermerkte Erich Honecker auf dem Exemplar seines Haftbefehls vom 2. Dezember 1991. Darin wird der
entmachtete Diktator angeklagt, 1961 den „Schusswaffeneinsatz gegen Grenzverletzer“ angeordnet zu haben. Dieser Haftbefehl ist eines von vielen
Dokumenten aus dem privaten und öffentlichen Leben von Erich und Margot Honecker. Verpackt in zwei Koffer blieben rund 300 private Fotos, Briefe und Unterlagen
während der Flucht nach Moskau in Berlin zurück. Sie gewähren einen Einblick in das Leben und Denken des Diktators und seiner Frau. Die Mehrzahl der Dokumente
in den Koffern bezieht sich auf die Zeit im Moskauer Exil. Das Magazin FOCUS, in dessen Hände das Material gelangte, übergab die Objekte im Februar 2008 dem
Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland.
Peter Hoffmann
|
 |
|
Die Dokumente wurden bis zum 14. März im Informationszentrum des Hauses der Geschichte präsentiert.
|
|