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Zeichen. Sprache ohne Worte
Was haben ein Kuss, eine Kerze im Fenster, ein Rangabzeichen und die „Merkel-Raute“ gemein? Sie alle sind Zeichen, „Sprache ohne Worte“. Jede Kultur hat ihre Zeichen und Symbole, die Sitten und Gebräuche ihrer jeweiligen Gesellschaft widerspiegeln. Die neue Ausstellung „Zeichen. Sprache ohne Worte“ im Haus der Geschichte in Bonn beleuchtet ab dem 9. Dezember 2011 anhand zahlreicher Beispiele Ausdrucksformen dieser „Zeichensprache“.

Protestzeichen
Die Zeichen von Protest und Revolte sind heute preiswert zu haben: 10 Euro nimmt ein Straßenhändler für eine Mütze mit dem Konterfei Che Guevaras, und für 5 Euro ist im Onlineshop eine Schablone erhältlich, mit der sich die lachende Anti-Atomkraft-Sonne aus Kakaopulver auf den fair gehandelten Cappuccino zaubern lässt. Doch nur wenige Käufer kennen die Geschichten hinter den Zeichen, mit denen sie ihrem Alltag einen revolutionären Chic geben.

Zweideutige Botschaften
Gesten und Handzeichen spielen in der zwischenmenschlichen Kommunikation eine wichtige Rolle. Wir tauschen ständig - oft auch unbewusst - nonverbale Botschaften aus. Abhängig vom Kontext kann diese „Sprache ohne Worte“ jedoch unterschiedliche Bedeutungen haben und missverstanden werden.
