2/2004

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 10 Jahre Stimmen   
 10 Jahre Perspektiven   
 10 Jahre Rückblicke      
 Mehr als Ausstellungen
 Schwere Lasten,
 weite Wege
 Zehn aus fast
 neun Millionen
 Vom Gesang der Exponate
 Zehn glanzvolle Höhepunkte
 "Rudolf Augstein ließ die
 Korken knallen"
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 Haus der Geschichte, Bonn

 Zeitgeschichtliches Forum
 Leipzig

 

10 Jahre Rückblicke

 

Mehr als Ausstellungen

Ein Museum und seine Partner

Ein modernes Museum ist wie ein komplexer Organismus, der auf selbstständig und präzis arbeitende Partner angewiesen ist. Ob es Ausstellungsfragen, Internet oder Museumspädagogik betrifft, ohne verlässliche Partner geht es nicht. Diese Kooperationen funktionieren, weil das Konzept, Geschichte als Erlebnis zu vermitteln, eine Identifikation auch für die Partner ermöglicht.

Gestaltete Geschichte
Bei Gestaltung und Architektur von Ausstellungen arbeitete das Haus der Geschichte mehrfach mit dem Gestalterbüro Würth & Winderoll zusammen. Vor allem entwickelten, planten und realisierten Petra Winderoll und Klaus Würth die Dauerausstellung sowie zuletzt die Wanderausstellung "Widerstand und Opposition in der DDR".

Partner in Berlin
In der Entwicklung und Präsentation von Ausstellungen arbeiten das Deutsche Historische Museum in Berlin und das Haus der Geschichte seit Jahren zusammen. Das jüngste Beispiel zeigt, wie erfolgreich diese Kooperation ist. Über 150.000 Besucher sahen die Ausstellung "Bilder, die lügen" in Berlin, die vom Haus der Geschichte entwickelt, 1998/99 in Bonn, Leipzig und Frankfurt a. M. und zum Jahreswechsel 2003/2004 im Deutschen Historischen Museum präsentiert wurde.

Virtuelle Reisen
Wer virtuell durch die Geschichte der letzten hundert Jahre reisen möchte, dem ermöglicht das Lebendige virtuelle Museum Online (LeMO) dreidimensionale Erlebniswelten, die mit über 4.000 Webseiten verknüpft sind. Ein Projekt, welches das Haus der Geschichte mit dem Deutschen Historischen Museum, dem Fraunhofer Institut und dem Ernst Klett Verlag realisierte. Im Februar 2004 wurde der einmillionste Zugriff auf das LeMO-Portal registriert. Allein im März 2004 waren 660.000 Besucher auf den Seiten.

Ein Portal der Quellen
Initiiert vom Deutschen Rundfunkarchiv und dem Haus der Geschichte kam ein Medienverbund zustande, zu dem sich im November 2000 bedeutende Archive, Bibliotheken, Dokumentationsstellen, Forschungseinrichtungen und Museen zusammenschlossen. Das Portal www.netzwerk-mediatheken.de sichert und stellt audiovisuelle Quellen für eine interessierte Öffentlichkeit bereit.

Gebündelter Bildungsanspruch
Die Bundeszentrale für politische Bildung ist ein Partner, der zahlreiche Symposien, Veranstaltungen und Ausstellungen überhaupt erst ermöglicht. Ein sehr gutes Beispiel dafür ist die Ausstellung "Bilder, die lügen", die nur durch das Engagement der Bundeszentrale in Berlin gezeigt werden konnte.

Der erste Vertrag
1996 schlossen das Haus der Geschichte und das Staatliche Historische Museum Moskau den ersten deutsch-russischen Museumsvertrag. Hieraus entwickelte sich ein wertvoller Austausch von Ideen und Mitarbeitern, von Informationen über alle Bereiche der Museumsarbeit und gemeinsame Ausstellungen wie "Kriegsgefangene - Wojennoplennye" oder - wie zuletzt - "Spuren - Sledy. Deutsche und Russen in der Geschichte."

Schnittstelle zwischen Forschung und Museum
Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Forschung der Universitäten fließen in die Museumsarbeit ein. Beispielsweise kooperiert das Haus der Geschichte eng mit zahlreichen Institutionen, vor Ort mit dem Historischen Seminar der Universität Bonn. Der Ordinarius für Neuere Geschichte, Prof. Dr. Klaus Hildebrand, war bereits als einer der vier Gründungsdirektoren maßgeblich an der Entwicklung des Museumskonzepts beteiligt und gehört von Beginn an dem Wissenschaftlichen Beirat der Stiftung an. Jährlich im Wintersemester bietet das Haus der Geschichte für Studenten des Historischen Seminars in Bonn eine Übung für angehende Historiker an.

Ein Bündnis für die Kultur
Unter dem Motto "Partnerschaft für mehr Kultur" arbeitet das Kultur-Radio WDR 3 mit derzeit 80 Theatern, Konzerthäusern, Museen, Kulturorganisationen, Festivals und Verbänden in Nordrhein-Westfalen dauerhaft zusammen, darunter das Haus der Geschichte. Ziel des 2001 gestarteten, mittlerweile Maßstäbe setzenden Modells ist die auf Dauerhaftigkeit angelegte unentgeltliche Kooperation der Kulturträger des Landes. WDR 3 unterstützt die Veranstaltungen seiner Kulturpartner mit professionell gestalteten Radiospots, gemeinsamen Projekten wie dem "Kulturpolitischen Forum WDR 3", Internetverlinkungen und Hörerservice. Die Kulturpartner weisen in ihren Publikationen und Räumen auf den WDR 3 hin. Sachhilfen für Ausstellungsvorhaben oder die Zusammenarbeit an Themen entwickeln sich projektbezogen.

Sicherheit und Service
Ein Museum lebt von seinen Exponaten, die geschützt werden müssen. Seit der Eröffnung arbeitet das Haus der Geschichte mit dem Unternehmen Interschutz zusammen, das Aufsichtspersonal stellt, Objekte sichert und bei vielen Veranstaltungen das Haus unterstützt.

Vermittelte Geschichte
Bei der Vermittlung von Geschichte treffen sich die Interessen des Hauses der Geschichte und des Landesverbands nordrhein-westfälischer Geschichtslehrer. Dieser verlieh dem Museum im März 2002 seinen Medienpreis für "die Präsentation von Geschichte in einer Form, die Kinder und Jugendliche anspricht" und "einen weitreichenden Lernerfolg garantiert".

 © 2008 Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

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